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Sozialpolitik

Rundbrief 2018
 
„Der Mensch braucht Zutrauen, Vertrauen, Perspektive"
(Prof. Hans Thiersch)

Liebe Freunde und Förderer,
sehr geehrte Damen und Herren,

auf diesen einfachen Nenner bringt Prof. Thiersch die Voraussetzungen für ein zufriedenstellendes Leben.

Vielen Menschen sind diese Grundbedingungen für ein gelingendes Leben nicht vergönnt. Sie haben niemanden, der der „Meinung ist, dass sie etwas tun, zustande bringen könnten“ (Zutrauen lt. Duden). Niemand setzt in sie Vertrauen, baut auf sie, wie Vertrauen auch wieder vom Duden erklärt wird.

Im Gegenteil erleben die Betroffenen häufig, dass ihnen die Schuld an ihrem Scheitern zugeschoben wird, dass sie faul und arbeitsscheu, dass sie selbst schuld seien an ihrer trostlosen Situation.
Und obendrein fehlt ihnen auch noch die „Aussicht für eine bessere Zukunft“, die Hoffnung auf Verbesserung der Lebenssituation, auf Sicherheit und Anerkennung. Nicht nur die Rentnerin mit aufstockender Grundsicherung weiß, dass sie nie mehr im Leben mehr Einkommen als die Grundsicherung haben wird. Auch Langzeitarbeitslose haben nur sehr geringe Aussichten, dass sich ihre materielle Situation spürbar verbessert. Zwei Drittel der SGB-II-Abhängigen sind länger als zwei Jahre auf Leistungen angewiesen. Die aktuellen Zahlen der Menschen, die trotz Arbeit auf Hartz-IV angewiesen sind, sind erschreckend.
1,2 Mio. Erwerbstätige verdienen so wenig, dass sie mit Hartz-IV aufstocken müssen. Der erschreckend hohe Anteil des Niedriglohnsektors wird zwar immer wieder im politischen Raum diskutiert, aber an einer Verbesserung für die Betroffenen scheinen die politischen Entscheidungsträger in unserem Land kein Interesse zu haben. Eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns ist nicht in Sicht.

Welche Perspektive hat der Paketfahrer, der knapp über dem Mindestlohn verdienend, hart schuften muss, um doch noch aufstockende Grundsicherung zu beantragen, weil die Miete wieder gestiegen ist?
Wie empfindet die Friseurin die immerwährende Botschaft, dass es uns so gut gehe wie noch nie, wie die alleinerziehende Mutter, die halbtags arbeitet und finanziell doch nicht auf einen grünen Zweig kommt?

Als Bilanz bleibt:
...

 
» Der ganze Rundbrief 2018 (PDF)
 
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