Heimstatt Esslingen e.V.
         
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Ein Zuhause geben

Ein Wohnprojekt für Frauen mit und ohne Kinder
 
In Kooperation mit dem Frauenrat Esslingen und durch Unterstützung von EHAP (Europäischer Hilfsfonds der besonders von Armut betroffenen Personen) hat Heimstatt Esslingen e.V. im September 2017 eine Koordinations- und Begleitungsstelle eingerichtet, die Frauen mit zu groß gewordenem Wohnraum und wohnraumsuchende Frauen mit und ohne Kinder zusammenbringen sollte, um Wohnungen und Häuser zu teilen, damit beide Seiten davon profitieren.

Diese Idee hat leider nicht funktioniert, da sowohl die meisten Frauen mit zu großem Wohnraum als auch Frauen ohne Wohnraum lieber allein wohnen wollen, als sich auf Ihnen noch fremde Menschen einzulassen.

Dafür haben wir aber durch die Öffentlichkeitsarbeit für dieses Projekt abgeschlossene Wohnungen mit eigenständigen Mietverträgen angeboten bekommen. So konnten bis jetzt acht Frauen mit zusammen sieben Kindern aus ihren schwierigen Lebenssituationen in eine eigene Wohnung umziehen und ein eigenständiges Leben beginnen, in dem eine gesündere Entwicklung möglich ist.

Wir haben deshalb im Herbst 2018 das Projekt umbenannt in „Ein Zuhause geben“.

Da ist z.B. Frau Selic, die 16 Jahre von ihrem Exmann in der Wohnung eingeschlossen war. Als sie sich ins Frauenhaus geflüchtet hatte, konnte sie anfangen, Deutsch zu lernen. Wir konnten ihr eine kleine Wohnung vermitteln. Frau Selic hat sich dort mit unserer Hilfe eingerichtet und lernte sich im Leben besser zurecht zu finden. Inzwischen hat sie Freundinnen gefunden und arbeitet in einem kleinen Familienunternehmen als zuverlässige Mitarbeiterin auf dem ersten Arbeitsmarkt.

Auch Frau Maier konnte mit dem Baby Antonia aus dem Frauenhaus in eine kleine, von uns vermittelte, Wohnung ausziehen. Die Vermieterin war von Anfang an informiert, dass es noch einen zwei jährigen Sohn gibt, der beim Vater lebt und den Frau Maier gern zu sich holen möchte. Den Sorgerechtsprozess führt sie mit Hilfe ihrer Rechtsanwältin. Ihr Sohn darf bei ihr übernachten. Inzwischen sind Mutter und Tochter in eine größere Wohnung umgezogen, in der auch der Sohn mit leben könnte. Leider ist die Sorgerechtsregelung aufgrund der Corona-Pandemie gestoppt.

Auch Frau Müller ist mit ihrer zweijährigen Tochter Laura in eine von uns vermittelte 2-Zimmerwohnung gezogen. Es gab keinen Platz im Frauenhaus und so hatte sie Glück, dass wir ihr direkt eine Wohnung vermitteln konnten. Der Auszug aus der ehelichen Wohnung hat das Verhältnis zu ihrem Exmann nach anfänglichen Schwierigkeiten so entspannt, dass er inzwischen weiß, wo seine Tochter wohnt und sie dort regelmäßig, friedlich und ohne Konflikte, besucht. Laura geht in den Kindergarten und Frau Müller kann eine Ausbildung machen, was sie schon immer gerne wollte.

Wir möchten gern sehr viel mehr Frauen und Kinder aus Gewaltsituationen, die in Frauenhäusern leben oder in ähnlich schwierigen Lebenssituationen sind und kein eigenes Zuhause haben, auf ihrem Weg in ein autonomes und gesünderes Leben unterstützen, deshalb suchen wir Wohnungen in allen Größen.

Die Erfahrung hat bisher gezeigt, dass die Mieterin, vor allem aber ihr Kind, sich sehr schnell in der angstfreien neuen Umgebung zu Recht findet und einen heilsamen Entwicklungsprozess auch mit Hilfe von Kindergarten und Schule aufnehmen kann. Auch die Frau kann mit mehr Ruhe ihrer Arbeit nachgehen oder aber einen neuen Weg in ihrem Arbeitsleben ausprobieren.
Die Idee des Projektes ist es, Vermieter und Vermieterinnen damit zu überzeugen, dass der gesamte Mietprozess umfassend professionell begleitet wird. Die Auswahl der Mieterin, das Kennenlernen, sämtliche Formalitäten für beide Seiten werden durch fachkundige Beratung und Begleitung unterstützt. Sollte es irgendwelche zwischenmenschlichen Irritationen geben, werden auch diese systemisch geklärt und gelöst.
Wir bemühen uns, potentielle Mieterinnen und VermieterInnen so auszusuchen, dass die Lebenskonzepte und Arten der Lebensführung mit den Erwartungen der anderen bestmöglich zusammenpassen, bzw. zu erklären und zu vermitteln, wenn dem nicht so ist.

Seit April 2020 fördert die Vector Stiftung dankenswerterweise das Projekt, in dem sie 15 % Arbeitszeit finanziert, so dass Doris Ayena mit 10 % und Dagmar Bahr mit 5 % weiterarbeiten können.

Und wenn sie Wohnraum anbieten können, melden Sie sich bitte bei:

Doris Ayena
0170-5898204
Doris.ayena@heimstatt-esslingen.de

 
 
» Den Flyer finden Sie hier


Kontakt:
Doris Ayena
Tel: 0170-58 98 204
doris.ayena@heimstatt-esslingen.de

Hören Sie dazu
» SWR3-Radiobeitrag 1
» SWR3-Radiobeitrag 2